Lösungswege im Recruiting
Wenn Ihr Bewerbermarkt nicht reicht, brauchen Sie nicht nur mehr Reichweite. Sie brauchen Zugang zu einem größeren Markt.
Stellenanzeigen, Social Recruiting und Active Sourcing können helfen, vorhandene Kandidaten besser zu erreichen. Doch wenn regional nicht genügend passende und wechselbereite Menschen verfügbar sind, stößt jede Ansprache an dieselbe Grenze. Dann stellt sich eine andere Frage: Wie erweitern Sie Ihren Kandidatenmarkt?
Kostenlose Entscheidungshilfe für Geschäftsführung, HR und Fachbereich
- 5 Recruitingwege im Vergleich
- Für interne Abstimmung geeignet
- Zusätzliche Kandidaten bewerten
Der Perspektivwechsel
Mehr Menschen erreichen ≠ mehr passende Menschen verfügbar haben.
machen Angebote sichtbar
erweitert die Ansprache
spricht passive Kandidaten direkt an
erschließt zusätzliche Kandidatenmärkte
Zwei grundsätzlich unterschiedliche Lösungsansätze
Recruiting löst unterschiedliche Probleme.
Es gibt nicht die eine beste Recruitingmethode. Entscheidend ist zuerst, welche Aufgabe Sie lösen müssen.
01 · Ausschöpfung
Mehr aus dem vorhandenen Kandidatenmarkt herausholen
Stellenanzeigen, Social Recruiting, Active Sourcing und Personalvermittlung können dabei helfen, mehr Menschen innerhalb eines vorhandenen Kandidatenmarktes zu erreichen und anzusprechen.
- Stellenanzeigen
- Social Media Recruiting
- Active Sourcing / Direktansprache
- Mitarbeiterempfehlungen / Netzwerke
Die entscheidende Frage ist der zusätzliche Wirkungsgrad: Wenn Sie bereits ausreichend sichtbar sind und trotzdem dauerhaft zu wenige passende Kandidaten erreichen, muss sich jeder weitere investierte Euro daran messen lassen, wie viele zusätzliche qualifizierte Kandidaten er tatsächlich erschließt – nicht daran, wie viele zusätzliche Klicks, Kontakte oder Impressionen entstehen.
Wenn der Kandidatenmarkt selbst der Engpass ist, wird mehr Ausschöpfung zunehmend teurer – ohne dass dadurch automatisch mehr passende Menschen verfügbar werden.
02 · Markterweiterung
Den verfügbaren Kandidatenmarkt bewusst erweitern
Wenn Ihr heutiger Kandidatenmarkt den Personalbedarf nicht zuverlässig decken kann, reicht es nicht, denselben Markt immer intensiver zu bearbeiten. Dann müssen Sie entscheiden, ob und wie Sie zusätzliche Kandidatengruppen erschließen.
- Suchradius erweitern / Umzug ermöglichen
- Neue Zielgruppen qualifizieren
- Ausbildung und Nachwuchs entwickeln
- Internationale Kandidatenmärkte erschließen
Ein Marktproblem ist keine Kampagnenfrage. Es ist eine strategische Personalentscheidung. Wenn der regionale oder nationale Markt strukturell zu klein ist, gibt es langfristig nur zwei Möglichkeiten: Sie verändern Ihren Personalbedarf – oder Sie erweitern den Markt, aus dem Sie ihn decken.
Auch keine Entscheidung ist eine Entscheidung: Wer den Kandidatenmarkt nicht erweitert, entscheidet sich dafür, den zukünftigen Personalbedarf weiterhin aus demselben begrenzten Markt decken zu wollen.
Wenn internationale Rekrutierung relevant wird
Internationale Rekrutierung ist nicht einfach ein weiterer Recruitingkanal.
Wenn der regionale oder nationale Bewerbermarkt Ihren Personalbedarf nicht zuverlässig decken kann, wird internationale Rekrutierung zu einer strategischen Personalentscheidung. Nicht, weil sie jede andere Recruitingmaßnahme ersetzt – sondern weil sie Zugang zu zusätzlichen Fachkräften und Auszubildenden außerhalb des bisherigen Kandidatenmarktes schafft. Die damit verbundenen Schritte – etwa Anerkennung, Visa, Sprache und Einreise – sind vor allem eine Frage der frühzeitigen Planung und Koordination.
Die neue Leitfrage
- Nicht: "Wie erreichen wir noch mehr Menschen"
- Sondern: "Aus welchem Markt können wir unseren Personalbedarf künftig zuverlässig decken"
Größerer Kandidatenmarkt
Zugang zu qualifizierten Fachkräften und Auszubildenden aus zusätzlichen Arbeitsmärkten.
Langfristige Planbarkeit
Personalbedarf wird früher gedacht und nicht erst bearbeitet, wenn eine Vakanz akut wird.
Weniger Abhängigkeit
Die Personalgewinnung hängt weniger ausschließlich vom regionalen Bewerbermarkt ab.
Strategische Pipeline
Wiederkehrender Bedarf kann mit zusätzlichen Kandidatenquellen vorausschauender geplant werden.
Der direkte Vergleich
Zwei Wege. Unterschiedliche Planungslogiken.
Die entscheidende Frage lautet nicht: „Welcher Weg ist schneller?“ Sondern: Mit welchem Weg können Sie mit ausreichender Wahrscheinlichkeit zum benötigten Zeitpunkt tatsächlich Personal zur Verfügung haben?
Nationale Rekrutierung
Bestehenden Kandidatenmarkt besser ausschöpfen
- Suche kann sofort beginnen
- Weniger vorgelagerte Prozessschritte
- Arbeitsbeginn kann kurzfrsitig möglich sein
- Sinnvoll, wenn ausreichend passende Kandidaten im Markt vorhanden sind
- Zeitpunkt des Kandidatenfundes nur begrenzt planbar
- Jede Vakanz greift erneut auf denselben Markt zu
- Abhängigkeit vom regionalen Kandidatenmarkt bleibt bestehen
Weniger Prozessschritte – dafür Unsicherheit, ob und wann ein passender Kandidat gefunden wird.
Internationale Rekrutierung
Zusätzliche Kandidatenmärkte erschließen
- Suche kann ebenfalls sofort beginnen
- Zugang zu zusätzlichen Kandidatenmärkten
- Kandidat kann frühzeitig ausgewählt werden
- Sinnvoll bei strukturellem oder wiederkehrendem Personalbedarf
- Anerkennung, Visum, Sprache und Einreise sind planbar
- Längerer Vorlauf, aber in die Personalplanung integrierbar
-
Abhängigkeit vom regionalen Markt wird reduziert
Mehr bekannte Prozessschritte – dafür kann nach der Kandidatenauswahl ein konkreter Prozess bis zum Arbeitsbeginn geplant werden.
Vorlaufzeit ist nicht dasselbe wie Unplanbarkeit. Nationale Rekrutierung kann schnell zum Ziel führen – wenn ein geeigneter Kandidat verfügbar ist. Internationale Rekrutierung benötigt zusätzliche Prozessschritte, diese können jedoch von Beginn an eingeplant werden.
Wann ist Markterweiterung sinnvoll?
Prüfen Sie nicht die Methode – prüfen Sie Ihren Bedarf.
RECRUITINGWEGE IM VERGLEICH
Welcher Recruitingweg löst welches Problem?
Nicht jeder Recruitingweg erweitert den Bewerbermarkt. Einige erhöhen vor allem die Sichtbarkeit im bestehenden Markt, andere sprechen vorhandene Kandidaten aktiver an. Internationales Recruiting erschließt dagegen zusätzliche geografische Bewerbermärkte – bringt dafür aber zusätzliche Prozessanforderungen mit.
| Kriterium | Stellenanzeigen | Social Media Recruiting | Active Sourcing | Personalvermittlung | Internationales Recruiting | smartalent Betreuter Prozess |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugang zu Bewerbern | Mittel | Hoch | Hoch | Hoch | Sehr hoch | Sehr hoch |
| Zugang zu zusätzlichen Bewerbermärkten | Gering | Mittel | Mittel | Anbieterabhängig | Hoch | Hoch |
| Interner Recruitingaufwand | Mittel | Hoch | Hoch | Niedrig | Hoch | Niedrig |
| Vorqualifizierung | Gering | Gering | Mittel | Hoch | Unterschiedlich | Hoch |
| Planbarkeit des Prozesses | Gering | Mittel | Mittel | Mittel | Mittel | Hoch |
| Unterstützung bei Einreise & Verfahren | Nein | Nein | Nein | Anbieterabhängig | Anbieterabhängig | Ja |
| Kostenrisiko vor erfolgreicher Besetzung | Mittel | Mittel bis hoch | Hoch | Modellabhängig | Modellabhängig | Erfolgsorientiert |
Social Media Recruiting
Active Sourcing
Personalvermittlung
Internationales Recruiting
smartalent
Betreuter ProzessDie Bewertung dient als Orientierung. Aufwand, Kosten und Erfolg hängen unter anderem von Position, Zielgruppe, Arbeitgeber, Region und dem konkreten Anbieter ab.
Der entscheidende Unterschied: Stellenbörsen, Social Recruiting und Headhunting können die Suche im bestehenden Markt verbessern. Wenn dort jedoch dauerhaft zu wenige geeignete Fachkräfte oder Auszubildende verfügbar sind, bleibt der Engpass bestehen. Internationale Rekrutierung setzt genau an diesem Punkt an: Sie erweitert den geografischen Bewerbermarkt, statt nur die Ansprache innerhalb desselben Marktes zu verändern.
WARUM SOCIAL RECRUITING AN GRENZEN KOMMEN KANN
Mehr Reichweite ist nicht automatisch mehr Bewerbermarkt.
Social Recruiting kann ein starker Reichweitenhebel sein: Es erreicht auch Menschen, die gerade nicht aktiv auf Stellenbörsen suchen. Doch die adressierbare Zielgruppe innerhalb einer Region und eines Berufs bleibt begrenzt – und wiederholte Kampagnen erschließen nicht automatisch immer neue Kandidaten.
Wenn passende Kandidaten vorhanden sind, kann mehr Reichweite helfen.
Social Recruiting erreicht auch Menschen, die nicht aktiv auf Stellenbörsen suchen. So können Unternehmen innerhalb einer vorhandenen Zielgruppe zusätzliche Kandidaten erreichen.
Ein begrenzter Bewerbermarkt wird durch mehr Werbung nicht größer.
Wird dieselbe Zielgruppe immer wieder angesprochen, erreicht man zunehmend Menschen, die die Stellenanzeige bereits gesehen haben. Es kommen dadurch nicht automatisch neue verfügbare Kandidaten hinzu.
Dieselben Menschen immer wieder anzusprechen, bringt nicht unbegrenzt mehr.
Wiederholung kann zunächst helfen, wahrgenommen zu werden. Untersuchungen zeigen aber auch: Je häufiger dieselben Menschen eine Anzeige sehen, desto geringer kann der zusätzliche Nutzen weiterer Wiederholungen werden. Zu häufige Werbung kann zudem zunehmend als störend empfunden werden.
Fehlt Ihnen Reichweite – oder fehlen passende Kandidaten?
Sind genügend geeignete Kandidaten im bestehenden Bewerbermarkt vorhanden, kann zusätzliche Reichweite sinnvoll sein. Ist der Markt selbst zu klein, braucht es einen anderen Hebel: Zugang zu zusätzlichen Kandidatenmärkten.
DIE STRATEGISCHE FRAGE
Der wichtigste Unterschied: denselben Markt besser bearbeiten – oder einen neuen Markt erschließen?
Bestehenden Markt besser ausschöpfen
- Stellenbörsen
- Social Recruiting
- Active Sourcing
- Headhunter / Vermittlung
Richtig, wenn passende Kandidaten grundsätzlich vorhanden sind und vor allem Reichweite, Ansprache oder Suchintensität fehlen.
Bewerbermarkt erweitern
- internationale Kandidatenmärkte
- zusätzliche Herkunftsregionen
- strukturierte Vorqualifizierung
- Anerkennung, Visa und Arbeitsbeginn mitdenken
Der nachhaltigere Hebel, wenn im nationalen Markt dauerhaft zu wenige passende Fachkräfte oder Auszubildende verfügbar sind.
FACHKRÄFTE FÜR HEUTE · NACHWUCHS FÜR MORGEN
Internationale Rekrutierung kann heute Fachkräfte sichern und zugleich den Nachwuchs von morgen erschließen.
Nicht jede offene Position braucht denselben Kandidatentyp. Für bestehende Fachkraftstellen können internationale Fachkräfte eine Lösung sein. Wer langfristig eigenen Nachwuchs aufbauen möchte, kann zusätzlich internationale Auszubildende gewinnen. Beide Wege haben eines gemeinsam: Sie schaffen Zugang zu Kandidaten außerhalb des bisherigen Bewerbermarkts.
Internationale Fachkräfte
- für konkrete offene Fachkraftstellen
- vorhandene Berufs- oder Hochschulqualifikation
- Qualifikation, Anerkennung und Beschäftigungsvoraussetzungen vorab prüfen
- Arbeitsbeginn realistisch planen
Internationale Auszubildende
- für schwer zu besetzende Ausbildungsplätze
- langfristigen Fachkräftenachwuchs im Unternehmen aufbauen
- Ausbildungsvoraussetzungen, Sprache und Visum frühzeitig prüfen
- Einreise und Ausbildungsstart strukturiert vorbereiten
WENN INTERNATIONAL: NICHT BEI DER BEWERBUNG AUFHÖREN
Der neue Bewerbermarkt bringt neue Kandidaten – und neue Prozessfragen.
01
Fachlicher Fit
Passt die vorhandene Qualifikation zur Stelle – bzw. sind die Voraussetzungen für die Ausbildung plausibel?
02
Anerkennung
Bei Fachkräften: Welche Bewertung oder Anerkennung ist erforderlich und realistisch? Bei Auszubildenden: Welche schulischen und sonstigen Voraussetzungen sind zu prüfen?
03
Visa & Sprache
Sind Visa-, Sprach- und Beschäftigungs- bzw. Ausbildungsvoraussetzungen realistisch?
04
Arbeitsbeginn
Wer koordiniert Dokumente, Verfahren, Einreise und Arbeits- oder Ausbildungsstart?
Internationale Rekrutierung ist deshalb mehr als ein weiterer Recruitingkanal: Sie erweitert den verfügbaren Bewerbermarkt strukturell. Nachhaltig wird dieser Weg, wenn Auswahl, Qualifikationsprüfung, Anerkennung soweit erforderlich, Visa, Vorbereitung und Arbeits- bzw. Ausbildungsbeginn als ein durchgängiger Prozess gesteuert werden.
KOSTENLOSES Workbook
Welcher Lösungsweg passt zu Ihrem Personalbedarf?
Wenn der bestehende Kandidatenmarkt Ihren Personalbedarf nicht zuverlässig deckt, braucht es mehr als die nächste Recruitingmaßnahme. Analysieren Sie, welche Möglichkeiten Ihren bestehenden Markt besser ausschöpfen – und wann es sinnvoll wird, zusätzliche Kandidatenmärkte zu erschließen.
Entscheidungsmodell: „Wie decken wir unseren Personalbedarf künftig?“
Analysieren Sie Ihre Ausgangssituation und vergleichen Sie die möglichen Lösungswege anhand einheitlicher Kriterien. Das Workbook führt Sie von der Frage, ob Ihr bestehender Kandidatenmarkt noch ausreicht, bis zur Entscheidung, ob Sie ihn besser ausschöpfen oder zusätzliche Kandidatenmärkte erschließen sollten – und welche Rolle internationale Rekrutierung dabei spielen kann.
WORKBOOK · 20 SEITEN
Eigene Ausgangsdiagnose
Ausschöpfung oder Markterweiterung?
Nationale & internationale Lösungswege
Zeit, Aufwand & Gesamtkosten
Planbarkeit & Besetzungsrisiko
Eigene Entscheidungsmatrix
Internationale Rekrutierung passt zu Ihrem Personalbedarf? Dann wird aus dem Lösungsweg eine konkrete Umsetzungsfrage.
Wie kommen Sie an passende internationale Fachkräfte oder Auszubildende? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Welche Schritte entstehen bis zum Arbeitsbeginn – und welche davon müssen Sie selbst übernehmen?